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Legends Rising – Vorschau: Revolta

Revolta ist einer der größten Stars der CBLOL und will seine Heimat, die Liga und die International Wildcards stolz machen. Nach der beeindruckenden Leistung von Pain Gaming bei der Weltmeisterschaft 2015 sind der Druck und sein Siegeswille größer denn je, während er versucht, INTZ zur WM zu führen. „Legends Rising“ geht am 7. September weiter.

Als professioneller „League of Legends“-Spieler wird dein Leben von Gelegenheiten bestimmt – auch von jenen, die du nicht ergreifst. Und als Gabriel „Revolta“ Henud die Gelegenheit bekam, ein Profi zu werden, musste er eine schwierige Entscheidung treffen. Die CBLoL steckte noch in den Kinderschuhen und ihr fehlte die Infrastruktur, die die großen Regionen bereits hatten. Damals fanden die Turniere noch online statt und es gab bestenfalls RP zu gewinnen. Sollte er auf Nummer sicher gehen und den einfachen Weg wählen? Oder sollte er ein Risiko eingehen und sich niemals „Was wäre wenn?“ fragen müssen?

Schlussendlich waren es seine Eltern, die ihn dazu ermutigten, seinem Traum zu folgen, der beste Spieler Brasiliens zu werden. Er war jung und hatte Zeit, Fehler zu machen. Aber er hätte es sich nie verziehen, so eine Gelegenheit nicht genutzt zu haben. Als Revolta bei seinem ersten „Offline“-Turnier die Bühne betrat, wusste er, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.

Ich habe mein erstes Turnier 2013 in São Paulo gespielt. Damals jubelte das Publikum bei jedem Spielzug. Meine Mannschaft gab alles für den Sieg und ich hatte mich endgültig in League verliebt.

Revolta

Revolta begann seine Karriere bei Keyd Team. Aber aufgrund von internen Konflikten und seinem Hang zu Wutausbrüchen wechselte er zu CNB e-Sports Club, mit denen er ironischerweise hinter Keyd Team (heute Keyd Stars) den zweiten Platz in der brasilianischen Championship Series belegte. Danach wechselte er wieder zu Keyd Stars, wo er wegen einer Auszeit aufgrund gesundheitlicher Probleme auf die Ersatzbank verbannt wurde.

Seine Karriere war eine Achterbahnfahrt, die am Tiefpunkt angekommen war, und er dachte häufig darüber nach, alles an den Nagel zu hängen. Aber dann klopfte eine neue Gelegenheit an seine Tür. INTZ e-Sports trat an ihn heran und bot ihm einen Platz als Jungler in ihrer Startaufstellung an. Sie waren eine zweitklassige Mannschaft, weit hinter Mannschaften wie Keyd oder CNB, aber Revolta sah darin etwas Vielversprechendes.

„Das Angebot von INTZ hat meine Neugierde geweckt, denn sie kamen zu mir und sagten, sie wollten die Besten werden und würden dafür jemanden wie mich brauchen.“

Revolta

Mit der neuen Mannschaft ging es für Revolta langsam wieder bergauf. Er war jetzt der erfahrenste Spieler und musste die Ansagen übernehmen. Er musste lernen, wie man eine Mannschaft anführt, und seine Wutausbrüche hinter sich lassen. Nach einem etwas holprigen Start kam INTZ schließlich in die Gänge. Dank ihrer überragenden Kommunikation und dem aggressiven Spielstil von Revolta konnten sie sich den Titel der CBLoL sichern. 2015 belegten sie beim International Wildcard Invitational den zweiten Platz und verpassten nur knapp die Qualifikation für das MSI. Daher war jeder mehr als schockiert, als Revolta ankündigte, wieder zu Keyd Stars zu wechseln – nur um dort mehr zu verdienen.

„Die Szene musste wieder auf den Boden der Realität zurückkommen. Jeder glaubte, die Mannschaft würde für immer zusammenbleiben und alles gewinnen, aber so funktioniert das eben nicht.“

Schlussendlich war es die Unsicherheit, die das Leben als Profi mit sich bringt, die ihn dazu veranlasst hatte, dem Geld zu folgen. Die Karrieren sind kurz und der Druck, in dieser Zeitspanne möglichst viel Kapital zu schlagen, ist enorm. Er bekam den Spitznamen „der Söldner“. Er war ein Kämpfer, der für den Höchstbietenden in die Schlacht zog.

Ich will unbedingt bei einer Weltmeisterschaft mitspielen, bei der mir meine Familie und Freunde zusehen.

Revolta

Trotz seiner Entscheidung und der Anfeindungen der Community, die er damit auf sich zog, wollte Revolta immer noch der Beste sein. Nach einer schwachen Vorstellung mit Keyd, was hauptsächlich daran lag, dass die Mannschaft keine Einheit bilden konnte, kehrte Revolta mit nur einem Ziel im Kopf zu INTZ zurück: international spielen. Mit INTZ gewann Revolta die CBLoL ein weiteres Mal und trat erneut beim IWCI an – die Qualifikation für das MSI verpasste er allerdings wieder knapp. Jetzt hat INTZ die Chance, auf der größten aller Bühnen zu spielen, und wenn es um die Weltmeisterschaft 2016 geht, kämpfen Söldner genauso hart wie alle anderen Soldaten.

Unabhängig vom Ergebnis wird diese Gelegenheit entscheidenden Einfluss auf seine Karriere nehmen. Wird er die Gelegenheit ergreifen oder wird sie ihm durch die Finger gleiten?