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Momentaufnahmen einer WM: Teil 2

Manche Momente sind einfach unvergesslich.

Während der WM möchten wir ein paar der schönsten Erinnerungen an vergangene Weltmeisterschaften wiederaufleben lassen und darüber sprechen, was sie so besonders machte.

Alex Ich

Moment Nr.4 – Gambit schlagen Samsung Ozone und kommen ins Viertelfinale

Samsung Galaxy Ozone waren bei der Weltmeisterschaft 2013 unter den Favoriten. Mit einem neuen Sponsor, der das ehemalige Team MVP verlassen hatte, versuchten Samsung Ozone erstmals auch auf internationaler Bühne zu zeigen, was sie können. Gambit hingegen versuchten nach ihrer enttäuschenden Leistung bei der WM der zweiten Saison zu beweisen, dass sie noch immer zu den besten Teams der Welt gehören, auch nach dem Wechsel ihres Supporters GoSuPepper zum nordamerikanischen Team Curse. Ozone mussten ohne ihren Teamleiter Homme zurechtkommen und anstatt ihm den unerfahrenen Looper einsetzen.

 

In ihrer ersten Begegnung zeigten sich Gambit topfit und gewannen dank Schneeballeffekt noch relativ zügig, wenn man bedenkt, dass Midlaner Dade zuvor einen Fehler nach dem anderen gemacht hatte. Da schrillten bei Ozone die Alarmglocken, denn auch gegen andere Teams wie Valcun und Fnatic machten sie bereits im frühen Spiel Fehler.

In ihrem zweiten Spiel ging es für Ozone wieder aufwärts, als sie eine fabelhafte Mischung aus Fernkampf und Belagerung einsetzten, um Gambit aus dem Spiel zu drängen. Frustriert ließen sich Gambit auf unkluge Kämpfe in den hinteren Reihen von Ozone ein. Bei gleichbleibenden Positionen und wenn beide Teams ihre letzten Spiele gewinnen würden, käme es zu einem Stechen – zu dem es dann auch tatsächlich kam –, um zu entscheiden, welches Team zusammen mit Fnatic ins Viertelfinale einzieht.

Nachdem Ozone sie im zweiten Spiel durch eine Belagerung besiegt hatten, reagierten Gambit im Stechen darauf und stellten ihr Team so zusammen, dass Ozone flankiert werden können, um Teamkämpfe zu gewinnen. Die erste Hälfte des Spiels fand klar in Gambits Ecke statt, bis ein Baron-Rauswurf Ozone beinahe genug Spielraum verschaffte, ein Comeback hinzulegen.

Am Ende brachten jedoch ein inoffizieller Pentakill von Genja, gefolgt von einem langwierigen Teamkampf und ein Spurt in die mittlere Lane den Sieg für Gambit. Ozone waren nach ihrer Niederlage im Stechen das letzte südkoreanische Team, das es bei einem internationalen Turnier nicht über die Gruppenphase hinaus geschafft hat.

Royal

Moment Nr. 5 – Uzi bleibt am Leben!

Im Jahr 2013 herrschte eine gewisse Rivalität zwischen OMG und Royal Club. OMG führten das Kopf-an-Kopf-Rennen mit 4:3 an, als die beiden Teams im Weltmeisterschafts-Viertelfinale der dritten Saison aufeinandertrafen. Royal hatten OMG jedoch erst kurz zuvor in der chinesischen Regionalqualifikation fertiggemacht.

Im ersten Spiel sprangen OMG hinter Star-Midlaner Cools Ahri in eine frühe Führung und inspirierten damit Lovelins Spiel von Lee Sin, doch eine Reihe von spannenden Teamkämpfen verschaffte Royal dann den entscheidenden Vorteil.

Auch im zweiten Spiel führten OMG zunächst, doch gegen Ende waren es Royal, die das Spiel dominierten. Den verzweifelten letzten Kampf, bei dem sie Royal flankierten, meisterten OMG großartig. Doch großartige Teamreaktionen führten dazu, dass OMG sich auf den seitlich stehenden Uzi konzentrierten.

Und dann ... geschah es.

Vieles in diesem Kampf lief gut für Royal, aber das hier versetzte die westliche Welt in Staunen. Uzis Mechanik und sein Stellungsspiel in Teamkämpfen waren makellos. So etwas hatten wir noch nicht gesehen. Uzis Mechanik, seine Motivation sowie seine herausragende Kompetenz ermöglichten es Royal, auch diesmal wieder das Weltmeisterschafts-Finale zu erreichen.

ahq

Moment Nr. 6 - ahq schlagen EDG in Taiwan

Das Spiel selbst wurde erst gegen Ende spannend, doch die Begleitumstände machten dieses Spiel zu etwas ganz Besonderem. Die Taiwanesen von ahq e-Sports Club besiegten den ersten Seed von China, Edward Gaming, vor den Augen eines begeisterten taiwanesischen Publikums.

ahq galten vor der Weltmeisterschaft 2014 als absolute Underdogs. Sie kamen nicht nur aus der sogenannten minderwertigen Garena Premier League – sie waren nicht einmal der erste Seed. Vor ihrem zweiten Match gegen Edward Gaming spielten sie relativ gut, doch niemand hätte gedacht, dass dies eine der größten Überraschungen in der WM-Geschichte werden würde.

EDG dominierten den Großteil des Spiels ganz einfach dadurch, dass sie die Kontrolle über die Karte behielten und ein verheerendes Fernkampf-Team zusammenstellten, dem ahq wenig entgegenzusetzen hatten. Selbst Versuche, Nahkämpfe zu initiieren, wurden geschickt verhindert.

Da ahq sich jedoch clever anpassten, blieben sie im Spiel und machten es durch ein paar wichtige Pick-Offs und aggressives Spiel auf der Karte spannend.

Obwohl EDG ihre Fernkampfstrategie fast 45 Minuten lang perfekt verfolgten, brach NaMKeis berühmtes Stellungsspiel im späten Spiel zweimal zusammen.

Auch wenn aqh das Stechen verloren, das der Sieg in diesem Spiel nach sich zog, brachten sie ihre Region einen großen Schritt weiter.

Nächste Woche lassen wir noch weitere schöne Momente früherer Weltmeisterschaften Revue passieren. Habt ihr eure eigenen Favoriten? Lasst es uns über Twitter oder in den Kommentaren wissen!