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Änderungen an der interregionalen Mobilitätsrichtlinie

Wir nehmen ein paar wichtige Änderungen an der interregionalen Mobilitätsrichtlinie (IMR) vor, die wir im September 2014 eingeführt haben, um die Möglichkeiten für einheimische Talente in ihren Regionen zu wahren und die regionale Identität zu erhalten. Die Zeit, die ausländische Talente in einer Region wohnen müssen, um als Ortsansässige nach der IMR zu gelten, wird von 2 auf 4 Jahre verlängert. Zukünftige Anträge auf eine Verlegung des Wohnsitzes von ausländischen Talenten werden von offiziellen Erfordernissen wie der Staatsbürgerschaft abhängig sein.

KURZ UND BÜNDIG

Wir nehmen ein paar wichtige Änderungen an der interregionalen Mobilitätsrichtlinie (IMR) vor, die wir im September 2014 eingeführt haben, um die Möglichkeiten für einheimische Talente in ihren Regionen zu wahren, eine gesunde Balance zwischen Import-Spielern und einheimischen Spielern zu ermöglichen, und die regionale Identität zu erhalten. Mit dem momentanen System ist es wahrscheinlich, dass mit Ende des Jahres in vielen Teams in gewissen Regionen 4 von 5 Spielern aus dem Ausland kommen, was uns dazu veranlasst hat, diese Änderungen einzuführen. Die IMR sieht weiterhin vor, dass die Teams aus maximal 2 ausländischen Talenten und mindestens 3 Spielern, die gemäß der IMR ortsansässig sind, bestehen müssen. Die zwei wichtigsten Änderungen sind:

  1. Die Zeit, die ausländische Talente in einer Region wohnen müssen, um gemäß der IMR als Ortsansässige zu gelten, wird von 2 auf 4 Jahre verlängert (gemessen in Splits).
  2. In Zukunft wird der Status des Wohnsitzes im Sinne der IMR für ausländische Talente (beispielsweise Import-Spieler, die erst 2017 an einer Liga teilnehmen werden) nicht mehr von der Zeit, die sie in einem Land wohnen, sondern von anderen Anforderungen, wie der Staatsbürgerschaft, abhängen.

Zusammenfassung

Die IMR wurde eingeführt, um eine Balance zwischen ausländischen und einheimischen Talenten in professionellen und semiprofessionellen Teams zu schaffen. Ursprünglich sollten Spieler durch andauernden Aufenthalt in einer Region gemäß der IMR den Status „ortsansässig“ bekommen, um die Chancen einheimischer Talente zu wahren und gleichzeitig Profis nicht daran zu hindern, im Ausland zu spielen.

Wir haben jedoch unterschätzt, wie häufig ausländische Talente bevorzugt werden und der Entwicklung von einheimischen Talenten im Weg stehen. 2014 war das Ökosystem viel jünger, die Karrieren der Spieler kürzer und Spieler wechselten nur selten die Region – daher war die ursprüngliche IMR zu dieser Zeit auch vollkommen ausreichend.

Seit 2014 wurde die Nachfrage nach ausländischen Talenten immer größer, weshalb auch die Auflagen für den Wohnsitz geändert werden müssen, um einheimischen Talenten die Möglichkeit zu geben, ihre Region zu repräsentieren und gleichzeitig der übermäßigen Abwanderung von Talenten einer Region entgegenzuwirken. Wir nehmen diese Änderungen vor, um die unterschiedlichen regionalen Identitäten zu wahren, die die Wettkämpfe spannend halten und die Regionen voneinander unterscheiden.

Vollständiger Zusammenhang

Als wir die interregionale Mobilitätsrichtlinie (IMR) einführten, erklärten wir, warum es wichtig ist, talentierten Profis die Möglichkeit zu bieten, die Vorteile ausländischer Ligen zu nutzen und gleichzeitig Raum für einheimische Talente zu schaffen. Seit der Einführung dieser Richtlinie wurde klar, dass unsere ursprünglichen Rahmenbedingungen diese Anforderungen nicht zur Gänze abdecken. Daher nehmen wir jetzt Änderungen vor, um dem eigentlichen Ziel wieder näherzukommen. 

In Zukunft wird es Import-Spielern nicht mehr möglich sein, rein durch den Aufenthalt in einer Region im Sinne der IMR ortsansässig zu werden. Stattdessen werden sie sich glaubhaft zu dieser Region bekennen müssen, indem sie einen rechtlich anerkannten Aufenthaltstitel (zum Beispiel die Staatsbürgerschaft) erwerben, wie von den Regeln der regionalen Liga vorgesehen. Uns ist klar, dass aktuell manche ausländischen Talente langfristig in anderen Regionen bleiben wollen, weshalb wir ihnen trotzdem erlauben, Ortsansässige zu werden. Wir werden jedoch die Zeitspanne, nach der ein Talent im Sinne der IMR zu einem Ortsansässigen wird, von 2 auf 4 Jahre verlängern.

Wir haben uns für diese Aktualisierung der bestehenden Richtlinie entschieden, um auf den sich weiterentwickelnden Markt für Teams und Spieler zu reagieren – seit der Einführung der Richtlinie 2014 hat sich Vieles verändert. Die Nachfrage nach hochtalentierten ausländischen Profis wird immer größer – bei der Gründung neuer Teams schauen sich die Besitzer häufig nach ausländischen Talenten um. Dadurch wird es immer wichtiger, für eine gesunde Balance zwischen einheimischen und ausländischen Spielern zu sorgen. Uns ist jetzt klargeworden, dass einheimische Spieler immer weiter zurückfallen, wenn wir nicht rasch handeln.

Ohne Änderungen wird das momentane System wahrscheinlich dazu führen, dass mit Ende des Jahres in vielen Teams in gewissen Regionen 4 von 5 Spielern aus dem Ausland kommen. Der verlängerte Zeitraum, den man in einer Region wohnen muss, um im Sinne der IMR als ortsansässig angesehen zu werden, wird dazu beitragen, das zu verhindern. Zusätzlich kann dadurch sichergestellt werden, dass ausländische Talente zu dem Zeitpunkt, an dem sie im Sinne der IMR als Ortsansässige gelten, besser in die neue Region integriert sind und bei den einheimischen Fans besser ankommen. Des Weiteren wird diese Änderung, neben den anderen Änderungen an der IMR, dafür sorgen, dass Regionen, die konstant hochtalentierte Spieler hervorbringen, nicht an der Abwanderung ihrer Talente leiden, während gleichzeitig die Möglichkeiten für einheimische Talente gewahrt werden.

Wir sind uns darüber im Klaren, dass diese Änderungen Teams und Spieler beeinträchtigen, die bereits anhand der alten Richtlinie geplant haben, und bedauern, dass eine so gravierende Änderung notwendig ist. Wir mussten die Probleme, die diese Änderung für verschiedene Teams und Spieler verursacht, gegen die Bedeutsamkeit der sicheren Zukunft eines Ökosystems aufwiegen, das eine gesunde Balance zwischen einheimischen und Import-Spielern hat – es war eine Entscheidung, die uns nicht leichtgefallen ist.

Momentane ausländische Talente: es dauert länger, als ortsansässig zu gelten

Wir werden die Zeitspanne verlängern, nach der ein Nichtansässiger (ab jetzt „vorläufiger Nichtansässiger“) zu einem Ortsansässigen im Sinne der IMR wird. Vorläufig Nichtansässige sind Nichtansässige, die irgendwann zwischen dem 11. Mai 2015 und dem 1. August 2016 entweder:

  1. in der aktiven Aufstellung eines professionellen oder semiprofessionellen Teams waren oder
  2. nur deshalb in diese Region übergesiedelt sind, um von einem professionellen oder semiprofessionellen Team trainiert zu werden und schlussendlich an Wettbewerben teilzunehmen.
    1. Ein Beispiel für eine Person, die nur deshalb übersiedelt ist, um für Wettbewerbe trainiert zu werden, ist ein Spieler, der einem Team als Trainierender beigetreten ist, aber noch nicht in deren Aufstellung aufgenommen wurde.

Ab jetzt liegt es im Ermessen jedes regionalen Administrators, die Teilnahme an Splits im Auge zu behalten (im Gegensatz zurzeit, die eine Person in einer Region verbracht hat), um die für die Einbürgerung notwendige Zeitspanne auszurechnen.

Vorläufig Nichtansässige müssen an 8 der letzten 12 Splits teilgenommen haben (was in etwa 4 bis 6 Jahren entspricht), um im Sinne der IMR als Ortsansässige angesehen zu werden. Eine Person hat teilgenommen, wenn sie in einem Split bei mindestens 50 % der regulären Matches einer Saison Startspieler war. Zeit, die bereits während der alten Richtlinie verbracht wurde, wird rückwirkend umgewandelt und der neuen Richtlinie angerechnet, und hängt nicht davon ab, ob die Person zuvor schon in ihrer Liga gespielt hat. Dadurch wird es für alle Parteien einfacher, den Überblick über den Fortschritt dieser Auflagen zu behalten, und gleichzeitig wird sichergestellt, dass von nun an vorläufige Nichtansässige an Ligen teilnehmen, in denen sie Ortsansässige im Sinne der IMR werden wollen. Nach dem alten System hatten Spieler die mühsame Aufgabe, sich für die Zeit, die sie in- und außerhalb eines Landes verbrachten, zu rechtfertigen.

Wir glauben, dass die Verlängerung der Auflage für den Wohnsitz um ein Äquivalent von zwei Jahren (in Splits) vorläufigen Nichtansässigen genug Zeit bietet, ein bedeutender Bestandteil ihrer neuen Liga zu werden, während einheimische Talente wertvolle Zeit bekommen, sich weiterzuentwickeln.

Neuer Wohnsitzstandard im Sinne der IMR

Jeder Spieler, der weder ein vorläufiger Nichtansässiger ist (wie Huni, Trick, Mata usw.) noch den Bestandsschutz eines Ortsansässigen im Sinne der IMR genießt (wie Bjergsen und Seraph usw.), muss ein rechtlich anerkannter Einwohner (z. B. Bürger usw. – abhängig von Region und Land) eines Landes dieser Region sein, um ein Ortsansässiger im Sinne der IMR zu werden.

Zukünftige Import-Spieler (Nichtansässige, die beispielsweise erst ab 2017 spielen) haben nicht mehr die Möglichkeit, rein durch eine Verlegung des Wohnsitzes in diese Region Ortsansässige im Sinne der IMR zu werden. „Zukünftig“ bedeutet, dass ein Spieler zwischen dem 11. Mai 2015 und dem 1. August 2016 weder in der aktiven Aufstellung eines Teams in einer professionellen oder semiprofessionellen Liga war, noch in diese Region übergesiedelt ist, um von einem professionellen oder semiprofessionellen Team für Wettbewerbe trainiert zu werden.

Falls ein Spieler ein rechtlich anerkannter Einwohner einer Region wird, nachdem er dort als Nichtansässiger gespielt hat, kann er bei den Administratoren der Liga dieser Region einen Antrag auf den Status eines Ortsansässigen im Sinne der IMR stellen.

Zusätzliche Änderungen

Wohnsitz in einer Region

Ein Spieler kann immer nur in einer Region Ortsansässiger im Sinne der IMR sein. Sobald ein Spieler einer aktiven Aufstellung beitritt, gilt er solange als Nichtansässiger, bis er sich als Ortsansässiger erklärt (und die nötigen Dokumente vorweisen kann).

Ortsansässige im Sinne der IMR unter Bestandsschutz und das Wechseln von Regionen

Spieler, die bereits als Ortsansässige im Sinne der IMR gelten (Bjergsen, Seraph usw.) können ihren Status, ungeachtet des rechtlichen Status, behalten. Falls ein Spieler aufgrund der zeitlichen Anforderungen der alten IMR den Status eines Ortsansässigen im Sinne der IMR erhalten hat, aber die Staatsbürgerschaft (oder einen vergleichbaren permanenten gesetzlichen Status) eines Landes einer anderen Region innehält, kann er jederzeit den Status eines Ortsansässigen im Sinne der IMR dieser Region annehmen. Sollte der Spieler sich dafür entscheiden, gibt er seinen Status als Ortsansässiger der ehemaligen Region im Sinne der IMR auf und kann diesen nur durch einen rechtlich anerkannten Aufenthaltstitel und einen Antrag bei der dortigen Liga zurückerhalten.

Anwendungsbereich und Zeitrahmen

Wir wissen, dass dieses Problem von Region zu Region unterschiedlich stark ausgeprägt ist, aber es ist dennoch wichtig, dass die Regeln zur Spielerbewegung in allen Regionen so konsequent wie möglich eingehalten werden, da die Spielerbewegung Einfluss auf die Wettbewerbsgleichheit der Regionen haben kann. Daher gilt diese Regel ab sofort für alle Ligen weltweit.

Wir wissen auch, dass Änderungen an den Regeln die Planung der Aufstellungen beeinträchtigen.  Um die Teams und Spieler auf diese Änderung vorzubereiten, haben wir sie vor dem Beginn des Sommer-Splits über die Änderungen für Nichtansässige informiert und ihnen so die Möglichkeit gegeben, ihre Pläne dementsprechend anzupassen. Außerdem nehmen wir die Änderung jetzt vor, damit die Spieler und Teams genügend Zeit haben, um sich an die neue Regel zu gewöhnen.

FRAGEN UND ANTWORTEN

Warum wird es länger dauern, bis momentane Nichtansässige zu Ortsansässigen werden?

In vielen Regionen haben Teams vermehrt Spieler aus dem Ausland geholt. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, werden in diesen Teams bis Ende 2016 mindestens 4 Import-Spieler spielen. Das hätte negative Auswirkungen auf die Entwicklung einheimischer Talente und die regionale Identität, daher ist es wichtig, dass wir diese Änderungen vornehmen. Obwohl sich die Entwicklung einheimischer Talente in letzter Zeit etwas verbessert hat, würden viele regionale Ökosysteme unter der Last der zahlreichen Import-Spieler zusammenbrechen, die einheimische Talente verdrängen.

Wir wollen unsere wettkampforientierte Infrastruktur unserer zwar so konsistent und stabil wie möglich gestalten, müssen aber auch auf Veränderungen des Markts reagieren – und offen sein für Änderungen an klassischen Strukturen, die nicht mehr zielführend sind.

Warum führt ihr diese Änderungen genau jetzt ein?

Große Änderungen wie diese setzen Daten über momentane Trends voraus. Damals trafen wir die bestmögliche Entscheidung basierend auf den Informationen, die wir zu dieser Zeit hatten. Anhand der Entwicklung der Ligen in den letzten 2 Jahren wurde uns jedoch klar, dass wir die Richtlinie aktualisieren mussten. Wir wollten diese Änderung erst vornehmen, nachdem wir genug Informationen gesammelt und die Aufstellungen der Teams eingehend beobachtet hatten, um die Spielerbewegungen der nächsten Jahre so genau wie möglich voraussagen zu können. Wir haben die Teams vor dem Start des Sommer-Splits über die Richtlinie zu vorläufig Nichtansässigen informiert, damit diese ihre Planung dementsprechend anpassen konnten.

Wer ist von diesen Änderungen betroffen?

Basierend auf den Vorhersagen, die wir anhand der alten Richtlinie gemacht haben, gibt es weltweit momentan zehn Nichtansässige die Ende 2016 zu Ortsansässigen geworden wären. Obwohl dass nur ein kleiner Prozentsatz aller Spieler weltweit ist, sind wir uns darüber im Klaren, dass die Änderungen diese Spieler beeinträchtigen, wenngleich wir sie vor dem Start des Sommer-Splits darüber informiert haben. Daher bieten wir diesen Spielern eine Möglichkeit, doch noch Ortsansässige zu werden, während wir die Standards für zukünftige Nichtansässige überarbeiten, um eine Balance zwischen den alten Erwartungen und den Zielen der neuen IMR herzustellen.