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Der Klassenerhalt – die Relegation

Der Spring Split ist vorbei und die besten Teams der LCS stehen sich bald in den Playoffs gegenüber. Hingegen die drei Schlechtesten ihre Qualitäten in einem separaten Turnier unter Beweis stellen müssen. Die Challenger Series hat einiges zu bieten und verstecken müssen sie sich sicherlich nicht. Dennoch gab es einige Veränderungen, weshalb alle Teams unter neuen Bedingungen kämpfen werden: Werfen wir einen Blick darauf, wie die Relegation abläuft und wie die Chancen der einzelnen Teams stehen.

Das neue Format, mehr Chancen für alle

Das neue Format für die Relegationsspiele ist aufgebaut wie ein Turnierbaum und lässt niemanden mehr einfach so auf- oder absteigen. So kämpfen die drei am niedrigsten gewerteten Teams der LCS gegen zwei aus der CS. 

Das Bracket des Relegationsturniers.

So sieht der Turnierbaum zur Zeit aus. Alle Teams haben alle Chancen.

In der Grafik könnt ihr sehen, wie zurzeit der Turnierbaum aussieht. Jedes Team kann es schaffen!

Das Relegationsturnier besteht aus insgesamt vier Spielen, die über drei Tage verteilt sind. All diese Spiele finden im Modus Best-of-Five statt. Sprich, ein Team muss mindestens drei Siege erlangen, um die Begegnung zu gewinnen. Am ersten Tag spielt das letztplatzierte Team der LCS, Giants Gaming, gegen den Zweitplatzierten der Challenger Series, Copenhagen Wolves. Der Verlierer dieses Spiels ist endgültig raus, der Sieger hingegen darf sich am zweiten Tag in einem weiteren Spiel gegen den achten Platz der LCS behaupten – in diesem Falle Splyce. Wer gewinnt zieht mit sofortiger Wirkung in die LCS ein, während der Verlierer am dritten Tag ein weiteres Spiel bestreiten muss. Ebenfalls findet am zweiten Tag eine weitere Partie statt: Huma gegen ROCCAT – David gegen Goliath. Für dieses Spiel gilt dasselbe wie auch für die Vorherigen.

Am dritten Spieltag treffen somit die unglücklichen Verlierer aufeinander. Glück im Unglück könnte man hier sagen, denn die Chance besteht immer noch auf den Einzug in die LCS. ROCCAT, Giants Gaming, Splyce, Huma und Copenhagen Wolves dürfen um ihren Traum in den kommenden Tagen bangen. 

Die Herausforderer und ihre Möglichkeiten

Dementsprechend lohnt sich nun auch ein genauerer Blick auf die Teams des Turniers. Dafür nehmen wir zunächst einmal die Mannschaften der Challenger Series unter die Lupe.

Bei Huma handelt es sich um ein sehr junges Team. Die Gründung  fand im Dezember 2015 statt und sie haben bereits einen sehr turbulenten Start hinter sich. Zur Überraschung konnten sie sich in der regulären Saison der CS den zweiten Platz, kurz hinter Millenium, sichern. In den Playoffs der Amateurliga haben sie sich schließlich gegen Inspire eSports und die Copenhagen Wolves durchgesetzt. Folglich haben sie nun zwei Chancen in die LCS aufzusteigen und müssen am zweiten Tag zunächst gegen ROCCAT antreten. Die Chancen für Huma stehen dabei nicht schlecht, sie haben unter anderem LCS-Erfahrung durch Rudy „Rudy“ Beltran im Team, der früher für die Unicorns of Love gespielt hat. Aber auch die anderen Mitglieder dürfen nicht unterschätzt werden. Dieses Team hat jede Menge Potenzial.

Ich werde im Moment nicht streamen, ich konzentriere mich zu 110 % auf das Relegationsturnier.

Rudy "Rudy" Beltran

Das zweite Team der Challenger Series sind die Copenhagen Wolves. Selbst wenn ihr nur LCS schaut, solltet ihr diesen Namen kennen. Das Team war in der Liga schon vertreten und gilt als Talentschmiede. Unter anderen erlangten Søren „Bjergsen“ Bjerg und Konstantinos „FORG1VENGRE“ Tzortziou-Napoleon ihre ersten Erfolge unter der Flagge der Wölfe – und der aktuelle Kader ist auch keinesfalls zu verkennen. Der Top-Laner Mike „Wickd“ Petersen dürfte vielen bekannt sein. Er spielt bereits seit 2010 aktiv in den höchsten Ligen mit. Zum Beispiel war er schon unter dem Banner für SK Gaming, Evil Geniuses, Alliance und Elements tätig. Doch auch der Rest des Teams ist nicht zu unterschätzen. Die Erfahrung von Wickd wird mit dem Engagement und der Heißblütigkeit des restlichen Teams perfekt ergänzt. In den Playoffs der Challenger Series haben die Copenhagen Wolves keinen Stein auf dem anderen gelassen und Millenium drei zu null abserviert. Damit sind die Copenhagen Wolves eine Mannschaft, die gerne für eine Überraschung zu haben sind.

Ein Kampf um den Erhalt

Für die Teams der LCS steht einiges auf dem Spiel. Sie kämpfen um das Überleben in ihrer Liga. Der schlimmste Fall könnte sein, dass mindestens zwei Teams von ihnen gehen müssen. Eines wird auf jeden Fall drin bleiben – ein Trostpflaster, denn beide Challenger Series Mannschaften könnte ein schlimmeres Schicksal ereilen.

Xpepii

Können sich die Giants rund um Xpepii wieder qualifizieren?

Giants Gaming nimmt am Ende des Spring Splits den letzten Platz ein. Bei den Spielern hat sich seit Start der Saison viel getan. Vom Startkader im Januar ist nur noch Isaac „Xpepii“ Flores übrig und die Leistung des Teams wird vielen wohl eher negativ als positiv in Erinnerung bleiben. Es gibt sogar einige Fans von anderen Teams die behaupten, die Giants wären diese Saison sogar schlechter gewesen, als einige Teams der Challenger Series. Trotz dieser Vorurteile und schlechten Leistungen haben die Riesen der Liga auch durchaus gute Spiele gezeigt. Das Potenzial ist da, aber die Realisierung ist zurzeit wohl noch schwierig. Die Giants müssen sich, wie die Copenhagen Wolves auch, gegen viele Gegner durchsetzen, um einen Weg in die LCS zu finden. Damit sind die Chancen für Giants Gaming zwar gegeben, jedoch unwahrscheinlicher.

Einen Platz höher findet sich Team ROCCAT. Obwohl ihre Leistungen in den Spielen durchaus respektabel waren, haben sie sich nicht etablieren können. Der Wendepunkt war als Erik „Tabzz“ van Helvert und Lewis „Noxiak“ Felix dem Team beitraten. Gegen die überlegenen Gegner der letzten Wochen des Spring Splits konnten sie sich aber selbst damit nicht durchsetzen. Obwohl sie gegen Vitality gewinnen konnten, waren sie Fnatic, H2K und G2 Esports unterlegen. Bei ROCCAT muss man also mit allem rechnen, denn sie haben bewiesen, dass sie eine Chance haben. Diese Chance müssen sie im Spiel gegen Huma am zweiten Tag beweisen.

Splyce ist der dritte und letzte Teilnehmer der LCS-Teams. Die Dänen zeigen bislang saubere Spielzüge auf der Kluft, es fehlt aber noch an Durchhaltevermögen. Das Besondere an Splyce ist aber, dass es nicht ein Team aus eingekauften Profis ist, sondern eben aus fünf Freunden, die allesamt ihr Bestes geben und von vornherein eine gute Kommunikation haben. Die Möglichkeit in der LCS zu bleiben scheint für sie am höchsten. Dennoch ist es ein weiter Weg, denn sie müssen sich auf jeden Fall gegen den Sieger der Begegnung Giants Gaming gegen Copenhagen Wolves stellen und falls sie verlieren sollten, noch dem Verlierer der Begegnung Team ROCCAT gegen Huma.

Die Relegation in Nordamerika

Zum Abschluss lasst uns noch einen Blick nach Nordamerika wagen, denn auch dort ist die Relegation im Gange. Team Dignitas, Team Impulse und die Renegades stehen dort am unteren Ende der Tabelle. Bei den Challenger Playoffs haben sich Team Dragon Knights und Apex Gaming durchgesetzt. Sieht man sich hier die bisherigen Leistungen an, haben Renegades und Apex Gaming die höchsten Chancen, denn Apex Gaming hat sich in den Playoffs und im Spring Split durchgesetzt und von den Renegades sah man in den letzten Wochen ebenfalls nur Gutes – zum Beispiel einen Sieg gegen Team SoloMid.

na bracket

Der Turnierbaum für Nordamerika. Wer wird hier siegreich hervorgehen?

Wer, denkt ihr, wird sich durchsetzen können und in die LCS aufsteigen oder dort bleiben? Können sich die bisherigen LCS-Teams behaupten? Oder steigen doch die Challenger auf? Verpasst auf keinen Fall das Relegationsturnier vom 24. bis 27. März 2016 für Europa und vom 6. bis 8. April 2016 für Nordamerika um es herauszufinden.