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Tipps und Tricks

Der Neue im Ring: Jhin

Mit Ezreal, Corki und Lucian ist die derzeitige Besetzung auf der unteren Lane sehr breit gefächert. Ausdauernder- oder hoher Burst-Schaden – alle Punkte sind vertreten. Mit Jhin hingegen hat sich ein neuer Champion in die Kluft gewagt. Wie die Profis mit ihm umgehen und wo seine Chancen liegen? Seht selbst!

Noch nicht lange ist es her, dass ein neuer Champion den Weg in die Kluft der Beschwörer gefunden hat. Mit Jhin wurde der Virtuose eingeführt, der vor allem eine Sache mitbringt – Reichweite. Der Scharfschütze ist immobil, kann diesen Kritikpunkt aber durch enormen Schadensausstoß und erhöhter Reichweite ausgleichen. Dennoch muss gesagt werden, dass er in der LCS – egal ob EU oder NA – bisher nur ein einziges Mal gespielt wurde. 

Jhin gilt trotz seiner enormen Vorteile als Nischenchampion. Ihm fehlt die nötige Mobilität gegen Champions wie Lucian, Ezreal oder Corki. Doch macht ihn diese Tatsache zu einem unnötigen Champion auf der Bot-Lane? Im folgenden Artikel könnt Ihr einige Einblicke über Vor- und Nachteile des Schützen bekommen. Zudem wird ein Blick in die Glaskugel geworfen, ob sich dieser Champion auch ein zweites oder drittes Mal im kompetitiven Bereich blicken lassen wird. 

Jhin

Seine Fähigkeiten im Überblick

Der Blick auf das Kit

Mit Jhin sollte endlich wieder ein Champion erscheinen, der auf aufbauende Fähigkeiten verzichtet. Sprich das dreimalige Aufbauen von Aufladungen, bis ein gewisser Effekt eintritt. Generell haben sich die Champion-Entwickler zwar an ihren Grundsatz gehalten, haben Jhin aber dennoch eine passive Fertigkeit verliehen, mit welchem er eine besondere Art von Aufladungen nutzt. Jhin benutzt Munition, die sich nach vier Schüssen aufladen muss. Der vierte Schuss ist immer ein kritischer Schuss, der zudem zusätzlichen Schaden in Höhe von fehlendem Leben des Ziels verursacht. Seine kritischen Treffer verursachen zwar 25 Prozent verringerten Schaden, aber kritische Treffer garantieren ihm eine gewisse Erhöhung des Lauftempos. Somit ist die fehlende Mobilität zumindest ein wenig ausgeglichen, obgleich die Mobilität nicht an die eines Lucian heranreicht. Seine Mechanik macht ihn aber zu einem starken Schadensausteiler. 

Seine Laning-Phase ist wirklich stark, was auch mit seiner Q-Fähigkeit und seiner Munitionsmechanik zu tun hat

Zachary „Sneaky“ Scuderi

Seine Q-Fähigkeit hört auf den Namen „Tanzende Granate“. Mit ihr kann Jhin eine Granate abwerfen, die zwischen insgesamt vier Zielen hin und her springt. Die Besonderheit: Wird eine Einheit mit der Granate getötet, verursacht der nächste Sprung zusätzlich 35 Prozent Schaden. Aufgepasst! Ein wichtiger Trick bei Jhin ist es deshalb, dass die hinteren Zauberer-Vasallen auf einen niedrigen Gesundheitsstand gebracht werden, bevor dann die Granate geworfen wird. Somit besteht die Chance, dass die Granate mit weit erhöhtem Schaden auf den feindlichen Schützen oder Supporter springt. Die „Tödliche Fanfare“ ist ein Angriff mit enorm hoher Reichweite. Auf der einen Seite werden feindliche Champions mit einem Schwächungszauber belegt, der Jhin einen Fesselungseffekt bringt, auf der anderen Seite bietet die Aktive einen Laserstrahl, der Feinden eine hohe Menge an Einzelschaden zufügt. Richtig kombiniert, können Feinde lange Zeit festgehalten werden.

Die E-Fähigkeit bietet Jhin eine Falle, die für Feinde unsichtbar ist, nachdem ein kurzer Zeitraum verstrichen ist. Wird die Falle ausgelöst, werden Feinde im Wirkbereich verlangsamt. Bleiben sie nach der Verlangsamung im Effekt stehen, explodiert die Falle und richten eine hohe Menge an Schaden an. Mittels der Fallen können vor allem der Fluss oder andere Bereiche abgesichert werden, sodass sich Spieler das eine oder andere Ward sparen. Gerade in frühen Spielphasen gewinnt Jhin, durch die E- und die anschließende W-Fähigkeit, die meisten Begegnungen und macht ihn zu einer wahren Bedrohung. 

Verbindet Eure Falle mit den CC-Fähigkeiten Eures Supporters. Platziert die Fallen an den Eingängen zum Fluss!

Zachary „Sneaky“ Scuderi

Die ultimative Fähigkeit „Letzte Verbeugung“ ist das Aushängeschild von Jhin. Mit dieser Fähigkeit kann er seine Reichweite enorm erhöhen und insgesamt vier Schüsse abfeuern. Während der Wirkzeit ist Jhin allerdings am Boden gebunden und muss sein Ziel oder seine Ziele anvisieren. Jegliche CC-Fähigkeiten können ihn bei dieser ultimativen Fähigkeit unterbrechen. Die letzte Verbeugung sollte also nur dann eingesetzt werden, wenn Spieler sich an einer sicheren Stelle befinden. Auch empfiehlt sich der Einsatz nur dann, wenn Spieler mit wenig Leben auf der Flucht sind. Zum Beginn eines Teamkampfes sollte sich die Fähigkeit aufgespart werden.

Jhin im Teamkampf

Jhin

Konzeptzeichnung von Jhin

Jhin ist ein klassischer Schütze und hat daher die Rolle des Schadensausteilers. Hinzu kommt allerdings, dass er nicht besonders mobil ist, was ihn anfällig gegenüber Assassinen oder anderen Champions macht. Aus diesem Grund sollte er sich stets im Hintergrund aufhalten und den Kampf nur dann suchen, wenn ein ausdauernder Champion den Kampf eröffnet. Durch die Q-Fertigkeit ist er allerdings sehr gut in der Lage, nicht nur gezielte Spieler auszusuchen, sondern die gesamte Front zu attackieren. Sneaky gab als Tipp zum Spielen von Jhin:„Greift ruhig alle Spieler im Teamkampf ein, die sich in Eurer direkten Reichweite befinden. Nutzt die ultimative Fähigkeit nur dann, wenn ein feindlicher Spieler die Flucht ergreifen sollte oder wenn das eigene Team einen Spieler jagt.“ 

Auch wenn Jhin als anfällig gilt, kann er dennoch gegen viele Assassinen bestehen. Gerade wenn die eigenen CC-Fertigkeiten exakt und zielgerichtet kombiniert werden, kann er vielen gefährlichen Situationen entkommen. „Setzt die W-Fertigkeit zur Flucht ein. Sie gibt Euch eine Lauftempoerhöhung und gewährt einen Fesselungseffekt beim Treffer", verriet Sneaky.

Jhin in der LCS – was kann passieren?  

In der EU LCS wurde Jhin bisher zwar noch nicht gespielt, doch hat Zachary „Sneaky“ Scuderi in der NA LCS bewiesen, dass er durchaus eine gute Wahl darstellen kann. 

Im Spiel Cloud9 gegen Immortals hat er mit Jhin gegen Kalista auf der Bot-Lane gespielt. Hier musste er zwar den einen oder anderen Schlag einstecken, konnte sich letztlich aber in den Teamkämpfen behaupten. Das Spiel entwickelte sich zu einer spannenden Begegnung, die letztlich Cloud9 nicht gewinnen konnte. 

Wie sieht es aber im kompetitiven Bereich mit Jhin aus? Generell kann hierauf nur schwer eine Antwort gegeben werden, da sich viele Profi-Spieler derzeit noch scheuen ihn als Schützen zu spielen. Ob nach Sneaky noch weitere Spieler folgen werden, wird man in den kommenden Wochen sehen. Vielleicht wird er im Summer Split der LCS öfter gespielt werden, wenn die Spieler eine höhere Erfahrung mit ihm besitzen. Derzeit muss aber gesagt werden, dass Jhin definitiv ein schwieriger Champion ist, da er nicht die Mobilität wie andere Schützen besitzt. Was glaubt Ihr? Wird sich Jhin in den nächsten Spielen in der LCS zeigen? Welche Erfahrung habt ihr mit dem Schützen gemacht? Schreibt es uns in den Kommentaren!