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Die Statistiken zum Halbfinale

Das Halbfinale ist vorbei, der europäische Traum am Ende. Sowohl Origen, als auch Fnatic konnten keinen einzigen Sieg erringen, baten uns aber dennoch großartige Spiele, die uns Hoffnung für nächstes Jahr geben.

Wo Europa trauert, freut sich Korea. Es gab keinen einzigen Sieg für die europäischen Teams, das Finale findet nun zwischen den koreanischen Teams SKT T1 und KOO Tigers statt. Aber dennoch gab es im Halbfinale zahlreiche interessante Spiele, die uns Hoffnung geben die Lücke zwischen Europa und Korea zu schließen und das kommende Jahr siegreicher fortzuführen. Hier noch einmal die entscheidenden Spiele des Halbfinales in Revue.

Damage dealt to champions

Schaden ausgeübt an Champions

Origen gegen SKTelecom T1 (Spiel 1)

SKT T1 konnten ihr erstes Spiel nur Dank der Fehler von Origen gewinnen. Denn auch wenn es Origen schon im frühen Spiel gelang zahlreiche Tötungen zu erzielen, gekrönt mit einem Nashor in der zwanzigsten Minute, verloren sie schon wenige Minuten später die Kontrolle über das bis dahin sichere Spiel. Aufgrund eines sehr chaotischen Kampfes um den zweiten Baron, bei dem Amazing isoliert von seinem Team starb, konnten SKT T1 sich diesen, als auch zahlreiche Tötungen, sichern und beendeten dadurch rasch das Spiel.

Besonders Marin glänze in dieser Partie, denn mit seiner Fiora kontrollierte er die Top-Lane und verhinderte so die für Origen üblichen Doppel-Teleport Ganks. Niels konnte ebenso zeigen, dass er zu den besten ADCs der Welt gehört, denn dieser erzielte zahlreiche Tötungen in Kämpfen, die von seinem Supporter Mithy initiiert wurden. Ein großartiges Duo, welches hoffentlich auch noch im nächsten Jahr die europäische LCS bereichern wird.

Fnatic gegen KOO Tigers (Spiel 1)

Das Goldverteilung wichtiger ist, als ein Goldvorteil, merkten Fnatic in ihrem ersten Spiel der Best-of-Five Serie zwischen ihnen und den KOO Tigers.
Als ein ungeplanter Teamkampf auf der Bot-Lane ausbrach, gelang Fnatic ein Ass zu erzielen. Jedoch kam hier das meiste Gold Reignover zu Gute, der vier von den fünf Tötungen erzielte, wohingegen KOO Tigers ihr Gold aus drei Tötungen an Smeb verteilen konnten. Damit fehlte es Huni und Febiven an dem üblichen Goldvorteil, den Fnatic ihren zwei Solo-Laner normalerweise zuschiebt.

Reignover selbst scheiterte am Versuch, seinen Vorteil auszunutzen und vergeudete wertvolle Minuten durch riskantes Spiel und sinnlose Tode. Dies gab, trotz Goldnachteil, den Tigern die Oberhand, welche durch großartige Teamkämpfe erneut zurück ins Spiel fanden.

Eine Talfahrt beginnt

Es schien so, als ob beide Teams all ihr Pulver schon im ersten Spiel verschossen haben. Die Spiele danach wurden kürzer, weniger Teamkämpfe fanden statt und die Teams wirkten im Allgemeinen zerstreut. Origen hielten sich in der dritten Partie nicht einmal 25 Minuten auf der Kluft und Fnatic erlitt 24 Tode in ihren 30 Minuten. Hier müssen beide Teams noch deutlich nachbessern, denn auch wenn SKT T1 bzw. KOO Tigers exzellent gespielt haben, wurden Origen und Fnatic nach jeder Niederlage deutlich schlechter und neigten zu mehr Fehlern. Es bleibt zu hoffen, dass die europäischen Teams im Laufe der 2016 Saison an diesen Problemen arbeiten und bei der nächsten Weltmeisterschaft den ganzen Weg beschreiten können.

Niemand sollte traurig sein das Europa im Halbfinale ausgeschieden ist. Wir sind junge Mannschaften, von denen man nicht erwartet hätte, so weit zu kommen.

MAURICE "AMAZING" STÜCKENSCHNEIDER, JUNGLER VON ORIGEN