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Final Fight – SKT, Meister der dritten Saison

Final Fight ist eine Interviewreihe, in der die Weltmeister der ersten bis vierten Saison noch einmal die besonderen Momente vor und nach der Zerstörung des Nexus, durch die sie die WM gewannen, Revue passieren lassen. Wann wurde ihnen bewusst, dass sie gewonnen hatten? Und was war das für ein Gefühl, League of Legends-Weltmeister zu werden?

Nachdem in der zweiten Saison die Taipei Assassins die Welt mit ihrer überragenden Leistung schockiert hatten, kehrte bei der Weltmeisterschaft 2013 im legendären Staples Center in Los Angeles, Kalifornien, ein südkoreanisches Team mit voller Kraft zurück.

SKTelecom T1 K, das Team um Faker, den - damals wie heute - besten Midlaner der Welt, dominierte das Turnier und versiebte insgesamt nur drei Spiele.

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„Als wir uns bei der Weltmeisterschaft 2013 noch in der Gruppenphase befanden, waren wir gar nicht nervös“, erinnert sich Faker. „Wir hatten diese Zuversicht, weil wir mit den anderen Teams Übungsspiele machten. Bei diesen Matches dachten wir uns: ‚Oh, ich glaube, wir werden es ins Finale schaffen.‘“

Laut Faker drehte sich in der dritten Saison alles um Mechaniken, die Teamstrategie spielte eher eine untergeordnete Rolle. Daher waren natürlich die mechanisch begabtesten Teams auch die erfolgreichsten. „Damals gab es keine besonders starken Picks oder Strategien“, erzählt er. „Alles lief glatt und es passierte einfach so. Wir mussten eigentlich keine bestimmte Strategie verfolgen oder uns besonders anstrengen.“

SKT

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SKTelecom T1 K waren aber nicht die Besten, weil sie Faker hatten. Jedes Teammitglied brachte etwas Besonderes ein. Bengi war Faker behilflich, voranzukommen und das frühe Spiel zu kontrollieren. Und vom unerschütterlichen Impact, der seine Gegner auf der Lane aufmischte und durch Split-Pushing Druck in der oberen Lane aufbaute, bis hin zum ungestümen Duo Piglet und Poohmandu, das für Zonenkontrolle und Tötungen in den Teamkämpfen auf der unteren Lane sorgte, konnte niemand SKT T1 K in einem Bester-aus-5-Spiel besiegen.

„Als wir dann das Finale erreicht hatten, waren wir recht zuversichtlich, 3:0 gegen Royal zu gewinnen, nach den Übungsspielen gegen sie und so. Wir hielten das durchaus für machbar. Es war wirklich einfach und es war sehr vorhersehbar.

Beim letzten Kampf der Weltmeisterschaft 2013 trieben SKTelecom T1 K Royal Club in die Enge und bewiesen, wie einfach es war. Das koreanische Kraftpaket führte in der Bester-aus-5-Serie bereits 2:0 gegen das chinesische Team und hatte bereits nach 15 Minuten die volle Kontrolle über das Spiel übernommen.

SKT stürmten durch die mittlere Lane, als Wh1T3ZZ, der Fizz spielte, beschloss, anzugreifen. Leider legte er ein klein wenig zu früh los und sein Team folgte ihm nicht schnell genug. Tabe geriet ins Visier von Piglets Corki, der den Supporter von Royal mit einem Raketenwerfer in seiner eigenen Basis aggressiv niederstreckte. Faker und Bengi kümmerten sich um Godlike, während Impact den unteren Turm zerstörte.

Das war eine unschöne Sache für Royal, die danach dem Druck durch SKT T1 K nicht mehr standhalten konnten. SKT T1 K schnappten sich den unteren Inhibitor, dann drehten sie sich um und erledigten den Drachen und den Baron, während sie auch noch Teammitglieder von Royal in ihrem eigenen Dschungel überrumpelten. Diese Wechsel kamen dem letzten Vorstoß des Spiels zuvor und bevor sie es wussten, waren SKT T1 K auch schon die Weltmeister der dritten Saison.

SKT

SKT

„Ich erinnere mich ganz genau an diesen Augenblick. Aber ich hatte es noch gar nicht begriffen. Es war, als hätte ich wieder irgendein Spiel gewonnen. Ich hatte nicht das Gefühl, tatsächlich die Weltmeisterschaft zu gewinnen“, sagt Faker.

„Wie glücklich mich ein Sieg macht, hängt davon ab, wie schwierig es war, das Spiel zu gewinnen. Das Spiel gegen Royal Club war aber nicht besonders schwierig“, fährt er fort. „Es war keine schwierige Sache, deshalb dachte ich nicht: ‚Oh mein Gott, das war ja toll!‘, sondern eher: ‚Oh, wir haben es geschafft! Das war es jetzt also.‘

Worlds final

Worlds final

„Ich spürte Erleichterung, Entspannung, Zufriedenheit, dass es vorbei war und alles feststand“, erzählt Faker.

Aber das war damals. Inzwischen hatte er viel Zeit, sich daran zu erinnern, wie er Weltmeister wurde. „Im ersten Moment habe ich gar nicht so recht realisiert, dass ich die Weltmeisterschaft gewonnen hatte. Zurückblickend ist der Weltmeistertitel auf meinem Gürtel aber ein riesiger Erfolg, den ich absolut wertschätze“, sagt er. „Ich bin wirklich stolz darauf. Und ich bin wirklich, wirklich froh, dass wir gewonnen haben.“

Worlds trophy

Worlds trophy

Erzählt uns von euren schönsten Erinnerungen an die dritte Saison und schaut euch an, was uns xPeke von Fnatic über die erste Saison zu erzählen hatte, und was MiSTakE von den Taipei Assassins über die zweite Saison denkt. Nächsten Montag hören wir dann, was Imp von Samsung White über den Sieg in der vierten Saison zu berichten weiß.

Noch mehr über die besonderen Momente vergangener Weltmeisterschaften, und auch der laufenden, findet ihr während der WM 2015 bei Lolesports.