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H2K: Die Formel zum Sieg?

Zwei Teile Wasserstoff und ein Teil Kalium, das wäre H2K in der Chemie. In League of Legends hingegen ist es Formel und Name für ein sehr erfolgreiches Team. Fünf unglaubliche Talente ballen ihre Kraft um die Fans zu begeistern und Zuschauermengen zum Jubeln zu bringen. Werfen wir einen genaueren Blick auf das Team und die benötigten Zutaten dieses Erfolgs.

Ein Start mit Hindernissen

Die Geschichte von H2K beginnt bereits 2011, zu Zeiten der ersten Saison von League of Legends. H2K begleitet damit ebenso lange wie Fnatic die europäische Geschichte von LoL. Allerdings bestand das Team nur etwa zwei Monate, bevor der gesamte Kader zu Team Dignitas wechselte. Nach einigen weiteren Versuchen, ein Team zu etablieren, gelang es schlussendlich 2013. Bald stellten sich auch erste Erfolge ein, unter anderem ein erster Platz auf der Dreamhack 2013 in Bukarest. Ein Jahr später erreichte man die Challenger Series und in der 2015 EU LCS Spring Expansion erzielte H2K ein drei zu zwei gegen SK Gaming Prime und damit stand dem Einzug in die Eliteliga von League of Legends nichts mehr im Weg.

Prolly

Coach Neil „Prolly“ Hammad hat viel Vertrauen in das aktuelle Team und möchte seinen Wert als Trainer beweisen.

Auf dem Weg, den das Team geht, hat sich H2K ein sehr hohes Ziel gesetzt, sie sehen in SK Telecom T1 ihr Vorbild. Sie versuchen dabei das scheinbar Unmögliche: Den Spielstil von SK Telecom T1 zu simulieren und auf ihre persönlichen Präferenzen anzupassen. Die Taktiken und Strategien der zweifachen Weltmeister zu bewältigen bedeutet, ein sehr kontrolliertes frühes Spiel mit Spezialisierung auf Sicht und Kontrolle der Karte zu spielen. Sämtliche Kämpfe um Türme und Objekte werden mit äußerster Sorgfalt geplant und durchgeführt. Möglich ist das aber nur durch die besondere Aufstellung von H2K.

Fünf individuelle Talente – eine besondere Formel

Die fünf Spieler von H2K sind so unvorstellbar unterschiedlich und dennoch verbindet sie vieles. Werfen wir zuerst einen Blick auf Andrei „Odoamne“ Pascu, den Top-Laner des Teams. Dieser ist nicht nur der einzige Rumäne der LCS, sondern gilt auch als einer der besten Top-Laner Europas. Dies beweist er wöchentlich durch konsistente und vielfältige Spielweisen. Seine Vorliebe liegt bei den Tanks, doch auch mit Kämpfern ist er jedem Gefecht gewachsen und nimmt selbst hartnäckigen, gegnerischen Junglern die Angriffsfläche. Wenn der gegnerische Jungler da ist, lockt das auf Dauer auch den eigenen an.

Jankos and VandeR

Jankos und VandeR - Früher bei ROCCAT, rocken sie jetzt mit H2K.

In diesem Fall ist das Marcin „Jankos“ Jankowski. Er kam am Anfang des Jahres mit Oskar „VandeR“ Bogdan von Team ROCCAT zu H2K. Jankos überzeugte von Anfang an in der LCS und erarbeitete sich unter anderem den Titel „Prinz des ersten Blutes“. Mit Elise und Lee Sin hält er seine Gegner in Schach und nicht selten sieht es dabei so aus, als wären seine Gegner immer einen Schritt hinterher. Er gilt als einer der besten Jungler Europas und brennt darauf, seine Fähigkeiten weiterhin unter Beweis zu stellen.

VandeR hingegen spielt einen sehr eigenen Stil. Unter dem Motto: „Es gibt keinen offensiven oder defensiven Spielstiel – nur den richtigen“, schlägt er sich seinen Weg durch die Kluft. Die Fähigkeiten von Alistar, Janna und Trundle helfen ihm tatkräftig dabei, doch auch mit Thresh und Morgana hat er sich einen Namen gemacht. Sein Stil ist dabei so flexibel wie seine Championauswahl, oftmals ganz nach seinem Motto weder rein offensiv noch defensiv und bildet damit etwas Neues. Zusammen mit Jankos hatte er schon bei ROCCAT für große Erfolge gesorgt und beide zeigen, dass dies auch unter der Flagge von H2K möglich ist.

Ich habe mit vielen Supportern in der LCS gespielt und Vander hat noch sehr viel mehr Potenzial, als er jetzt zeigt.

Konstantinos „FORG1VENGRE“ Tzortziou-Napoleon

Der Schütze an VandeRs Seite ist niemand Geringerer als Konstantinos „FORG1VENGRE“ Tzortziou-Napoleon und dieser stellt ein ganz anderes Kapitel dar. FORG1VENGRE ist das, was man als Talent oder gar Genie bezeichnen würde. Sein Verständnis der Spielmechaniken und seine präzisen Spielzüge übertreffen fast alle anderen Spieler. Die Änderungen der neuen Saison spielen ihm dabei dazu noch in die Arme, denn er kann durchaus als Ein-Mann-Armee dastehen. Dabei schlägt er sich auch gut und gerne gegen mehrere Kontrahenten durch.

Nachdem wir nun fast alle Zutaten für die Formel zum Sieg haben, fehlt nur noch eins: ein wachendes Auge. Das leiht dem Team ihr Mid-Laner Yoo „Ryu“ Sang-ook, die Legende aus Südkorea. Er ist einer der besten Strategen, die das Land zu bieten hat. In Kombination mit dem Wissen FORG1VENGREs ist dies eine absolut tödliche Kombination. Ryu selbst ist dabei ein sehr vorsichtiger Spieler und farmt am Anfang des Spiels oft nur vor dem eigenen Turm. Sollte er jedoch einen guten Vorteil aus dem Zusammenspiel mit Jankos oder anderen Teammitgliedern erhalten, dann ist er unaufhaltsam.

Die Chemie stimmt

H2K besteht aus fünf individuellen und grundverschiedenen Experten. Jeder von ihnen versteht sein Handwerk und trotzdem haben sie als Team sehr vieles gemeinsam und sind flexibel. Jeder kann sich dem Spielstil der anderen anpassen und sie greifen fast schon wie Zahnräder ineinander. Doch die Konkurrenz ist stark und H2K muss weiterhin die bisher gezeigte Stärke beweisen. Im Moment bringt ihnen ihre Leistung Platz 1 der europäischen LCS, zusammen mit G2 Esports und Team Vitalilty. Der Spring Split befindet sich fast auf der Zielgeraden und jetzt kommt es besonders darauf an, bei wem die Nerven halten. Was denkt ihr über die Chancen von H2K? Gelingt der Sieg im Spring Split? Oder ist die Konkurrenz doch zu stark?