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European Masters

Werden sich xPeke und Origen erneut an die Spitze kämpfen?

Nach längerer Pause ist Origen mit einer Aufstellung aus fantastischen Spielern wieder am Start. Ihr Ziel: der Titel der European Masters. Haben sie eine Chance?

Nichts begeistert die Fans mehr als das Comeback der Legende. Als die europäische Community von Origens Rückkehr erfuhr und die Aufstellung aus Top-Spielern bekannt war, konnten sich die Fans kaum zurückhalten. Unmengen Kommentare und Likes auf Twitter bezeugen, dass xPeke und seine Mannschaft weiterhin einen Platz in den Herzen der Fans haben. Wird die Mannschaft, die sich innerhalb von zwei Jahren an die Spitze kämpfte und dann abstürzte, ein Comeback mit Stil feiern können?

xPekes Geschichte

Wenn es um Origen geht, muss man über denjenigen reden, der die Mannschaft ins Leben gerufen hat: xPeke. Dieser Spanier ist nicht nur in der europäischen League-of-Legends-Szene, sondern auch weltweit eine Legende. Enrique Cedeño Martínez spielt bereits seit Anbeginn der professionellen Szene. Interessant und äußerst selten ist, dass er während seiner gesamten Karriere nur für zwei Mannschaften spielte. Die erste war Fnatic und die zweite Origen, die er selbst gründete. Er ist für seinen Charakter, sein ewiges Lächeln, sein hohes Spielniveau und für seinen legendären Angriff durch die Hintertür bekannt.

Fnatic

Fnatic

Beginnen wir am Anfang seiner Karriere, vor allem, weil sein erstes Jahr eins seiner besten war. Nachdem er kurze Zeit für semiprofessionelle Mannschaften spielte, landete er bei Fnatic. Die Mannschaft startete mit League of Legends gerade erst durch, hatte sich aber in der Welt des E-Sports bereits einen Namen gemacht. Und es war diese Mannschaft, mit der xPeke und seine Mannschaftskameraden den Grundstein für den E-Sport legten, wie wir ihn heute kennen. Mit xPeke auf der mittleren Lane gewann Fnatic die Weltmeisterschaft der ersten Saison und trug zur Erschaffung der ständig wachsenden Profiszene von League of Legends bei. Nachdem sie den Sieg errungen hatten, erfreuten sich die Mitglieder von Fnatic in Europa großer Beliebtheit und xPeke wurde als einer der besten Mid-Laner erachtet. In der zweiten Saison wendete sich jedoch das Blatt für die Titelverteidiger. Anfangs konnten sie sich hohe Ränge in europäischen Turnieren erspielen, doch letztendlich versagten sie zur wichtigsten Zeit des Jahres. Fnatic scheiterte, sich einen Platz im bedeutendsten Turnier des Jahres, der Weltmeisterschaft, zu sichern, und sie waren nicht in der Lage, ihren Titel zu verteidigen.

Bald darauf hatte die Mannschaft anderweitig Erfolge zu verzeichnen. Sie qualifizierte sich für die damals neu gegründete europäische League of Legends Championship Series. xPeke führte seine Mannschaft auf die höchsten Ränge der LCS. Am Ende der Saison zogen Fnatic ins Finale ein und besiegten Gambit, womit sie als Sieger aus der Liga hervorgingen und sich erneut für die Weltmeisterschaft qualifizierten. Während der WM zeigten sie solide Leistung und verloren nach Erreichen des Halbfinales gegen die chinesische Mannschaft Royal Club. Der Start der vierten Saison verlief zugunsten von Fnatic. Während der IEM Katowice erreichten sie das Finale und besiegten, neben anderen Mannschaften, Cloud9. Gegen KT Rolster Bullets hatten sie jedoch keine Chance und verloren 0:3. Während des Sommer- und Frühjahrs-Splits schnitten xPeke und seine Mannschaft gut ab. Im Frühjahrs-Split erreichten sie den ersten und im Sommer-Split den zweiten Platz. Die Weltmeisterschaft der vierten Saison jedoch war ein Schock für die gesamte europäische Community. Weder Fnatic, noch eine andere Mannschaft der EU LCS kam über die Gruppenphase hinaus.

xPeke

xPeke

xPeke fasste daraufhin einen wichtigen Entschluss. Er entschied sich, Fnatic zu verlassen und seine eigene Mannschaft zu bilden. Für die Fans war das eine riesige Enttäuschung. Der Mid-Laner galt als das Gesicht des gesamten Teams. Verehrt für sein Lächeln und seinen guten Sinn für Humor, galt er als wesentlicher und untrennbarer Teil von Fnatic. Es war kaum vorstellbar, Ersatz für ihn zu finden. In der Zwischenzeit hatte Enrique bereits eigene Pläne. Er erfüllte sich seinen Traum und gründete seine eigene Mannschaft. So wurde Origen ins Leben gerufen.

Origen

xPeke

xPeke

In seiner neuen Mannschaft sollte xPeke die Rolle des Mid-Laners übernehmen. Es gelang ihm, ein paar sehr gute Spieler zu versammeln. Für die obere Lane konnte er seinen langjährigen Mannschaftskollegen sOAZ von Fnatic interessieren. Amazing von TSM war der Jungler. Mithy trat nach einer langen Sperrung vom professionellen Spielen als Supporter bei. Die größte Verwunderung herrschte über den Schützen der Mannschaft, denn diese Position ging an Zven, einem jungen Dänen. Seine Fähigkeiten wurden zu jener Zeit stark diskutiert, aber es war schwer einzuschätzen, wie er sich unter mehr oder weniger talentierten Profispielern schlagen würde.

Origen erreichte die EU Challenger Series in Windeseile. Zum einen lag das an ihrem hohen 5-gegen-5-Rang, zum anderen setzten sie sich in der Qualifikationsrunde durch. Sie dominierten den Frühjahrs-Split der EU CS, wo sie lediglich ein Spiel verloren. Auch in den Entscheidungsspielen schnitten sie gut ab und verloren nur ein Spiel. In der K.-o.-Phase konnten sie den ersten Platz erspielen und laut Regelung bedeutete das ihren automatischen Einzug in die EU LCS anstelle von Meet Your Makers.

Origen (LCS)

Origen (LCS)

Die Mannschaft eroberte die beste europäische Liga im Sturm und kletterte die Ränge hinauf. Ihr Verhältnis von Siegen zu Niederlagen war gegenüber allen Mannschaften positiv oder gleichwertig. Ausnahmen bildeten Fnatic (Das kam nicht überraschend, denn xPekes Ex-Mannschaft blieb während des Sommer-Splits ungeschlagen.) und interessanterweise Roccat, deren Mannschaft den Spaniern bald viele Kopfschmerzen bereiten würde. Dank ihrer Zweitplatzierung auf der Rangliste zog Origen direkt ins Halbfinale der Entscheidungsspiele ein. Sie gewannen gegen H2K, verloren aber später das extrem knappe Finale gegen Fnatic, was eine interessante Zusammenfassung vom xPekes Vergangenheit mit seiner Ex-Mannschaft ist.

Mit dem zweiten Platz konnte sich Origen nicht für die Weltmeisterschaft qualifizieren. Um dort hinzugelangen, mussten sie noch ein Turnier gewinnen. Viele Analytiker waren überzeugt, dass xPekes Mannschaft leichtes Spiel haben würde. Damals machten die Giants und Unicorns of Love einen viel schwächeren Eindruck als sie. Aber es waren die Jungs von Roccat, die das unerwartete Hindernis darstellten. Die Mannschaft mit zwei polnischen Spielern in ihrer Aufstellung kämpfte Kopf an Kopf mit Origen und das gesamte Match war nach fünf Spielen mit einem Sieg für die spanische Mannschaft entschieden. Das Match gegen UOL, mit dem entschieden werden sollte, welche Mannschaft an der Weltmeisterschaft teilnehmen wird, war für Enrique und seine Mannschaft ein Kinderspiel.

Origen

Origen

Origen war der unerwartete Favorit der Weltmeisterschaft. Sie landeten mit der amerikanischen Mannschaft von TSM, KT Rolster aus Korea und LDG aus China in der sogenannten „Todesgruppe“. So ziemlich niemand sah voraus, dass sie aus dieser Gruppe als Sieger hervorgehen würden. Doch die europäische Mannschaft schlug sich hervorragend und gewann die ersten vier Spiele, wodurch sie sich für die K.-o.-Phase qualifizierte und amerikanische sowie chinesische Mannschaften eliminierte. Im Viertelfinale begegnete die EU-LCS-Mannschaft den taiwanesischen Flash Wolves. Origen besiegte sie problemlos und sOAZ gelang ein beeindruckender Pentakill. Im Halbfinale mussten sich xPeke und seine Mannschaft den Spielern vom koreanischen SKT geschlagen geben, deren Anführer der damals nahezu unaufhaltbare Faker war.

Vor Beginn der neuen Saison geschah etwas, das viele der Fans von xPeke erwartet hatten. Er gab bekannt, dass er seiner Mannschaft nicht länger als Mid-Laner zur Verfügung steht. Er wollte sich auf das Management seiner Mannschaft konzentrieren und ausschließlich als Ersatzspieler auftreten, der sich in schwierigen Situationen einschaltet. Die Hoffnung, dass Enrique weiterhin spielen würde, war noch nicht gebrochen. Gerüchten zufolge plante Origen, koreanische Strategien einzusetzen, Ersatzspieler aufzustellen und mit sechs Spielern fortzufahren. Viele erwarteten aber, dass sich xPeke langsam aus dem aktiven Spielgeschehen zurückziehen und sich auf seine Mannschaft und deren Bedürfnisse konzentrieren würde. Seine Position wurde von PowerOfEvil übernommen. Er war ein junger Spieler, der bis zum damaligen Zeitpunkt für die Unicorns of Love gespielt hatte. Viele kritisierten diese Entscheidung. POE wurde als guter Spieler erachtet, doch seine Neigung, unkonventionelle Champions zu spielen und atypische Gegenstände zu kaufen, bremste ihn aus.

PowerOfEvil

PowerOfEvil

Wie von vielen erwartet ließ sich xPeke während des Frühjahrs-Split nicht oft in der Kluft der Beschwörer blicken. Er trat nur dreimal auf und seine Leistung war mittelmäßig. Origen gewann alle Spiele, an denen er teilnahm, Enrique selbst steuerte jedoch nicht viel zu den Siegen bei. Der Rest der Mannschaft spielte hervorragend. Aber man konnte oft sehen, dass ihnen ohne xPeke der Anführer fehlte und sie sich über ihren nächsten Spielzug nicht immer sicher waren. Trotz allem konnten sie sich den vierten Platz auf der Rangliste sichern und sich für die Entscheidungsspiele qualifizieren. Origen spielte plötzlich wie eine vollkommen neue Mannschaft. Zuerst überrollten sie Unicorns of Love im Viertelfinale und danach gewannen sie in einem knappen Match gegen H2K. Ihr Siegeszug ging im Finale zu Ende, wo sie von G2 geschlagen wurden, die ihren ersten Split gewannen.

Der Anfang vom Ende

Forg1ven

Forg1ven

Zwischen den Splits wurde Origen erheblich geschwächt. Die beiden leistungsstarken Spieler auf der unteren Lane, Zven und Mithy, wechselten zu G2. Als Grund dafür gaben sie eine stressige und unfreundliche Atmosphäre im Team an. Die Fans waren mit diesen Änderungen alles andere als zufrieden. Vor allem, weil man sich als Ersatz für den griechischen Schützen FORG1VEN und für Hybrid entschied, der gerade erst Ocelots Mannschaft verlassen hatte. Nach nur drei Wochen trennte sich die Mannschaft bereits wieder von ihrem AD-Carry. xPeke musste schnell eine Lösung finden und übernahm vorerst selbst die Rolle des Schützen. Jedoch spielte er nicht besonders gut. Es war leicht zu erkennen, dass es ihm in der Rolle an Erfahrung fehlte und dass er generell aus der Übung gekommen war. Schließlich fand er einen Ersatz für die Rolle. Toaster sollte die Rettung für Origen sein. Aber was dieser Neuzugang brauchte, war Übung und nicht der Druck seiner Mannschaft, weil diese zuvor schlechte Ergebnisse erzielt hatte. Darum übernahm xPeke erneut die Position des Schützen. Aufgrund von inneren Konflikten landete Origen auf dem neunten Platz der Liga. Immerhin gelang es ihnen, durch das Aufstiegsturnier zu kommen und ihren Platz in der EU LCS zu behalten.

Origen

Origen

Vor dem Beginn der nächsten Saison löste sich die Mannschaft auf. Bis auf den Gründer verabschiedeten sich alle Spieler. Die Fans machten sich große Hoffnungen. Sie vermuteten, dass xPeke Origen wiederaufbauen und nach der Spitze greifen würde. Viele wollten den Spanier wieder auf der mittleren Lane sehen. Aber als die Aufstellung bekannt gegeben wurde, waren viele Fans enttäuscht. Satorius sollte die obere Lane übernehmen, Wisdom den Dschungel. Tabzz und Hiiva bildeten die neue untere Lane. Am umstrittensten war der Mid-Laner. Die Rolle wurde dem in Europa relativ unbekannten Spieler NaeHyun übertragen, der in der zweiten chinesischen Liga spielte und nicht besonders erfolgreich war. Prognosen sahen Origen am untersten Ende der Rangliste und das sollte sich schnell bewahrheiten. Im neuen „Bester-aus-3“-Format konnten sie kein einziges Spiel für sich entscheiden. Am auffälligsten war der Mangel an Führung. Die Spieler hatten offensichtlich Probleme, konkrete Ziele auf der Karte zu verfolgen und als Team zusammenzuarbeiten. Und einmal mehr sprang xPeke ein, um seiner Mannschaft zu helfen. Diesmal versuchte er sich in der Rolle des Supporters und Hiiva musste die Mannschaft verlassen. Aber allen Bemühungen zum Trotz konnte das Origen nicht retten. Die Mannschaft lag wieder auf dem letzten Platz und war gezwungen, im Aufstiegsturnier zu spielen. Sie verloren gegen Misfits Academy und Giants und wurden zum Abstieg in die Challenger Series gezwungen.

Nachdem sich Origen wieder einmal von seinen Spielern verabschiedet hatte, kaufte es die gesamte Aufstellung von Wind and Rain, um in der EU CS zu spielen. Für die Mannschaft lief es jedoch nicht so gut und sie landete auf dem vierten Platz. 2018 wurde die Challenger Series aufgelöst und damit tauchten Fragen zur Zukunft der Mannschaft auf. Viele hatten sie vergessen und glaubten, dass sich Origen aufgelöst und xPeke, der Liebling der Fans, sich aus dem professionellen League of Legends zurückgezogen hätte. Doch Origen sollte bald ein gewaltiges Comeback feiern. Die Organisation tritt mit einer Aufstellung aus hochdekorierten Spielern an, um in den European Masters zu spielen. Nach und nach enthüllten sie Spieler und trieben so die Spannung um Origen ins Unermessliche. Die Community der Fans wurde wieder aktiv und allen war klar, dass diese Mannschaft sehr wohl noch existierte. Für xPeke könnte ein Sieg oder schlicht eine gute Leistung entscheidend sein. Mit dem neuen Franchise-Modell der EU LCS wird er sicher versuchen, einen Platz über den Bewerbungsprozess zu bekommen. Gute Ergebnisse und eine riesige Fangemeinde können Origen definitiv helfen, 2019 in die beste europäische Liga einzuziehen.

Neue Aufstellung

Expect

Expect

Expect

Die Fans von Origen halten den koreanischen Top-Laner sicher für den unspannendsten Spieler der Mannschaft. Er ist ein solider Spieler und gewann die EU LCS während seiner Laufbahn mit G2 dreimal. Obwohl er durchgehend gute Leistung zeigt, sah man ihn nie auf dem Niveau von Perkz, Zven oder Mithy. So gut er auch spielte, die anderen Spieler seiner Mannschaft drängten ihn jedes Mal in den Hintergrund. Expect befindet sich mit seiner neuen Mannschaft in einer ähnlichen Situation. Es gibt viele Diskussionen um den neuen Jungler, den Mid-Laner oder den Schützen, aber Expects Ankündigung ging an vielen vorbei. Das lässt sich auch an den Likes auf Twitter erkennen. Expects Ankündigung hatte weniger als 8.000 Likes, während die von Froggen auf satte 17.000 kam. Dem Koreaner bot sich eine Gelegenheit, die Community von sich zu überzeugen und zu zeigen, dass er mit den anderen Stars mithalten kann.

Expect ist am erfolgreichsten mit Champions, die ein hohes Schadenpotential besitzen. Mit ihnen kann er seine Lane dominieren und Kämpfe im späten Spiel für sein Team entscheiden. Rumble, Camille und Gangplank sind beispielsweise einige seiner Favoriten. Wie jeder professionelle Top-Laner musste er sich seinem Team natürlich oft anpassen und Tanks spielen. Er schlug sich auch mit diesen Champions ganz gut, konnte in solchen Spielen aber selten beeindrucken. Mit all seiner Erfahrung, in Europa und international, zählt Expect zu den stärkeren Top-Lanern im gesamten Turnier. Wird er mit den vielen siegeshungrigen Nachwuchsspielern in den European Masters klarkommen? Bis jetzt gab ihm Origen keine Gelegenheit, seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Seine Leistung mit Cho’Gath und Sion überzeugte, im Alleingang konnte er mit diesen Champions seinem Team den Sieg aber nicht sichern. Nur einmal ließ ihn seine Mannschaft Schaden austeilen – im letzten Spiel des Viertelfinales gegen NiP spielte er Gangplank. Natürlich schlug er sich hervorragend und konnte nicht getötet werden.

inSec

Er ist einer der wenigen Profispieler auf der Welt, nach denen ein Trick benannt ist. Der Koreaner ist eine Legende und vor allem für seinen Lee Sin bekannt, mit dessen Tritten er Gegner gerne direkt in die Arme seines Teams befördert. Allerdings ist er längst über seinen Leistungsgipfel hinaus. Die letzten zwei Jahre verbrachte er hauptsächlich als Jungler in der LSPL und selbst dort musste er meisten die Bank drücken. War es sinnvoll, ihn in die Mannschaft zu holen?

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Aufgrund seiner Leistung kann die Entscheidung jedenfalls nicht gefallen sein, denn mit den Junglern der European Masters kann er nicht mithalten. Sicher ist, dass der Vertrag eine starke Marketing-Aktion für beide Seiten darstellt. Origen kann auf diese Weise viele neue Fans hinzugewinnen. In Europa ist inSec noch in guter Erinnerung – sein Image als fantastischer Lee Sin-Spieler besteht hier weiterhin. Dieser Zusammenschluss könnte ihm den Weg zurück ins professionelle Spielen ebnen. Ein drastischer Umgebungswechsel und die Gelegenheit zu zeigen, was er draufhat, könnten ihm helfen, einen Platz in einer Mannschaft zu finden.

Vieles hängt davon ab, wie gut er sich schlagen wird. Wenn er sich nicht gegen die europäischen Jungler behaupten kann, könnte das das Ende seiner Karriere bedeuten. Bis jetzt fiel seine Leistung bestenfalls mittelmäßig aus. Auf der Karte macht er einen verlorenen Eindruck und scheint keinen Plan zu haben. inSec unterlaufen auch Anfängerfehler. So wendete er zum Beispiel „Zerschmettern“ auf einen seiner Gegner statt auf Baron an. Doch je weiter das Turnier fortschreitet, desto besser und sicherer spielt er. In seinem letzten Spiel schlug er sich besonders gut. Er bekam seinen absoluten Favoriten in die Hände: Lee Sin. In der Anfangsphase spielte er herausragend und gegen Ende des Spiels zeigte er uns seinen unverkennbaren Trick – den „inSec“. Die Kommunikation mit dem Rest seiner Mannschaft ist weiterhin ein Problem. Angeblich kann er seine Kollegen zu nur etwa zehn Prozent verstehen und das macht sich in seinen Spielen sehr deutlich, denn er arbeitet nicht gut mit ihnen zusammen.

Froggen

Froggen

Froggen

Die Rückkehr des Dänen schockierte viele Fans des professionellen League of Legends. Immerhin ist er eine lebende Legende und anders als viele andere Spieler, die an der ersten Saison teilnahmen, spielt er immer noch auf einem hohen Niveau und wird so schnell nicht in Vergessenheit geraten. Tausende von Fans schauten damals gespannt zu, als sich Froggen und xPeke auf der mittleren Lane duellierten, und es ist äußerst interessant, dass sie jetzt in einer Mannschaft Seite an Seite spielen. Ersterer füllt weiterhin die Position des Mid-Laners aus, während Letzterer nun der Besitzer der Organisation ist. Hinzu kommt, dass der Däne der wohl bekannteste Anivia-Spieler auf der ganzen Welt ist. Froggen hat vielleicht seit ein paar Jahren nicht mehr um hochrangige Plätze gekämpft, doch in der NA LCS konnte sich sein Team immer auf seine solide Leistung als Mid-Laner verlassen.

Schätzungsweise ist Froggen der stärkste Spieler der Mannschaft. Er ist ein talentierter Veteran, der so viel Erfahrung mit der Kluft der Beschwörer besitzt, dass ihn kaum etwas überraschen kann. Er ist mit skalierenden Champions, die in Teamkämpfen ihr volles Potential entfalten, am erfolgreichsten. Diese Erfahrung befähigt ihn, die Spielzüge seines Teams zu koordinieren. Froggen steigt, ähnlich wie inSec, mit einer großen Fangemeinde bei Origen ein. Er macht weiterhin dieselben Fehler, für die er schon seit geraumer Zeit kritisiert wird. Er bunkert sich gerne in der mittleren Lane ein, sodass er dort in Ruhe farmen und seinen Turm verteidigen kann. Aus dem Grund mangelt es ihm, besonders in der Anfangsphase des Spiels, an Eigeninitiative. Am wichtigsten und interessantesten ist, dass wir im Turnier zusehen konnten, wie er Anivia spielt. Er machte exceL komplett fertig und erreichte zwölf Kills, ohne ein einziges Mal zu sterben. In den kommenden Matches werden Origens Gegner sicher nicht zögern, den Kryophönix zu bannen.

FORG1VEN

forg1ven

forg1ven

Die Rückkehr des Griechen zu Origen ist sowohl eine interessante als auch besorgniserregende Entscheidung. FORG1VEN beherrscht die Spielmechaniken so gut wie kaum ein anderer europäischer Schütze und er hat bereits demonstriert, wie stark er sein kann, wenn ihn sein Team nicht zurückhält. Aber wir alle kennen sein toxisches Verhalten nur zu gut. Viele Spieler kritisierten ihn für seine Angriffe auf Kollegen und dafür, die Atmosphäre im Team zu zerstören. Doch er hat oft beteuert, dass sich seine Einstellung gebessert hat. Zusätzlich sollte ihm die Präsenz der erfahrenen und namhaften Spieler seiner Mannschaft dabei helfen, sich zu beherrschen.

FORG1VEN investierte eine Zeit lang weniger Stunden als ein typischer Profispieler, aber er hat schon oft gezeigt, dass Trainingspausen seine Fähigkeiten nicht beeinflussen. Er ist einer der wenigen Spieler, der mit voller Leidenschaft dabei ist. Der Grieche wird sicher zu einem wertvollen Bestandteil der Mannschaft. Er sollte die anderen Schützen in der European Masters wie eine Dampfwalze überrollen und Origen vielleicht sogar zum Turniersieg verhelfen. Ab und zu wird er von seinen Geistern der Vergangenheit gejagt. FORG1VEN will keinen Vasallen entgehen lassen, mit dessen Gold er seine Taschen füllen kann. Darum sieht es manchmal so aus, als spielte er hauptsächlich gegen die Vasallen, anstatt die Champions der Gegner auf’s Korn zu nehmen. Oft erscheint er zu spät zu einem Teamkampf, weil er sich unbedingt noch die nächste Vasallenwelle schnappen muss, oder er befindet sich auf einer der äußeren Lanes, während sein Team in einen Kampf verwickelt ist. Trotzdem ist FORG1VEN ein Monster in Sachen Teamkämpfen. Er findet immer einen Weg, mehr Schaden auszuteilen, wenn sich sein Pendant im Gegnerteam bereits hinter seinem Team versteckt hätte. Aber er hat einen Schwachpunkt. Seine Leistung mit Kai’Sa ließ einiges zu wünschen übrig und Origen könnte gezwungen sein, sie zu bannen – selbst dann, wenn sie die blaue Seite bekommen.

Jesiz

Jesiz

Jesiz

Origens letztes Mitglied ist Jesiz, der eigentlich zu Fnatic gehört und vorläufig Teil des Teams ist. Über seinen Beitritt waren die Fans nicht so begeistert wie über den von inSec oder Froggen, aber man sollte nicht unterschätzen, was er der Mannschaft zu bieten hat. Der Däne bringt eine Menge Erfahrung im Bereich des professionellen Spielens mit und konnte seine Fähigkeiten lange Zeit in der Anfangsphase mit Rekkles verfeinern. Darum sollte er sehr gut zu FORG1VEN passen, der mit einem guten Supporter schnell die Kontrolle über Spiele gewinnen kann.

Jesiz ist ein defensiver Spieler. Er ist nicht dafür bekannt, Teamkämpfe zu initiieren oder aggressiv umherzustreifen. Stattdessen bleibt er immer in der Nähe seines Schützen, um ihm zu Höchstleistungen zu verhelfen. Janna und Lulu werden oft von ihm gespielt. Einerseits unterstützt dieser Spielstil FORG1VEN dabei, Spiele zum Sieg zu führen, andererseits spielt der Grieche gerne aggressiv und ist damit nicht ganz auf Jesiz’ eigenen Spielstil ausgerichtet. Abgesehen davon bin ich davon überzeugt, dass sich dieses Duo gut in der unteren Lane schlagen wird. Der problematische Teil ist sein Teamspiel. Am besten war das während Origens erstem Spiel zu erkennen. Mit Alistar schleuderte er vier Spieler hoch und wurde dann von seinem Team zurückgelassen, das den Rückzug angetreten hatte.

Zusammenfassung

European Masters

European Masters

Aktuell schlägt sich Origen ganz gut. Die Spiele der Gruppenphase waren nicht perfekt. Jedoch konnten wir zu dieser Zeit nicht allzu viel von einer Mannschaft erwarten, die erst kürzlich zusammengestellt worden war. Je länger das Turnier andauert, umso besser wird Origen. Bedenkt man, dass die individuelle Leistung eines jeden Spielers (vielleicht mit Ausnahme von inSec) bereits von Beginn an wirklich sehr überzeugend war, mausern sie sich allmählich zu einer starken Mannschaft. Zum Jubeln ist es aber noch zu früh – denn noch liegen viele Herausforderungen vor ihnen. Im Halbfinale bekommt es Origen mit den bisher noch ungeschlagenen MAD Lions zu tun. Die Lions und ihr erfahrener Top-Laner Werlyb sind deutlich stärker als jeder Gegner, gegen den die Organisation von xPeke bis zu diesem Zeitpunkt in den European Masters spielen musste.

Die Aufstellung wurde nur für die European Masters abgesegnet. Die Mannschaft wurde hauptsächlich aufgestellt, um alle Welt an die Organisation von xPeke zu erinnern, und um zu zeigen, wie viele Fans sich noch immer erinnern und mitfiebern. Dies wird ganz sicher ein Verhandlungs-Chip sein, wenn es um die Bewerbung für einen Platz in der EU LCS geht. Insbesondere deshalb, weil die Spieler von Origen ziemlich stark sind und sich in der nächsten Turnierphase gut schlagen sollten.