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Die Transfers der Saisonpause 2017

Zwischen manchen Saisons wird die ganze Liga umgekrempelt und zu manchen weniger. Die vergangene Pause zwischen dem Spring und Summer Split gehört zu letzterem. Recht übersichtlich sind die Transfers geblieben und bei den Mannschaften, bei denen sich etwas getan hat, blieben konservativ in ihrer Tauschfreude. Mit lediglich drei Neuzugängen in der Königsklasse des europäischen League of Legends zeigten die EU LCS-Teams, dass sie auf ihre Fortschritte während des Frühlings vertrauen und für den Sommer auf diese Errungenschaften bauen wollen.

Maxlore

Maxlore nach der Niederlage gegen Fnatic

Tschüss KaKAO! Hallo Maxlore!

Aufgrund der Sprachbarriere mit dem koreanischen Jungler Lee „KaKAO“ Byung Kwon hat sich Misfits entschieden, den Veteranen mit der ansteckenden Lache aus dem Kader zu entfernen und an dessen Platz einen europäischen Spieler mit enormen Potential zu verplichten. So hat Nubar „Maxlore“ Sarafian, ehemals von Roccat, sich bei dem Viertplatzierten des Spring Splits wiedergefunden. Während seiner Zeit bei Roccat legte er regulär gute Leistungen an den Tag und war mitunter, ohne die anderen verunglimpfen zu wollen, einer der Lichtblicke der Mannschaft. Mit den aggressiven Champions wie Graves und Rengar kompensierte er dort, wo es an den anderen Stellen im Team fehlte. Mit seiner neuen Mannschaft muss er sich nun weniger Gedanken darum machen, anderen unter die Arme zu greifen, sondern wird ihm vielmehr selbst geholfen. Immerhin spielen nun erfahrene Schwergewichte Tristan „PowerOfEvil“ Schrage und Dong-Geun „IgNar“ Lee sowie der britische Top Lane-Wunderknabe Barney „Alphari“ Morris. Dies führt womöglich dazu, dass wir in Zukunft weiterhin aggressive Strategien von Misfits zu sehen bekommen.

Das Frischfleisch ist serviert!

Nur ist die Frage, ob es sich so leicht essen lassen wird. Immerhin hat Milo „Pridestalker“ Wehnes sich mit Misfits Acedemy aus der EU Challenger Series gekämpft und sich für den kommenden LCS Split qualifiziert. Doch anstatt bei seiner alten Mannschaft zu bleiben, entschied sich der junge Holländer für ein Team mit mehr Erfahrung unter den großen Jungs. Da wo Maxlore mal war, steht jetzt ein Rookie, motiviert mit Graves und Kha’Zix seine alten und neuen Konkurrenten aufzumischen. Die LCS-Jungler sollten Pridestalker auch nicht unterschätzen, weil man dann jemanden unterschätzen würde, der es im ersten Jahr seiner professionellen Karriere direkt in die LCS geschafft hat. Da sollte man schon aufpassen, sich nicht zu blamieren, wenn man bedenkenlos in den Jungle von Roccat spaziert um anschließend mit Feuer unterm Hintern hochkant wieder herausgeschmissen zu werden. Für Roccat ist Pridestalker dennoch auf dem Papier eine Schwächung zu Maxlore, aber durch dessen Austritt eine Nötige. Der Neuzugang ist für die Mannschaft ein Griff ins Ungewisse. Er könnte sich als nächstes europäisches Talent herausstellen oder jede Woche zwei Mal untergehen. Zu Ende des Spring Splits ging es mit dem Team in schwarzblau noch in ein spielerisches Hoch, doch ob das mit dem Frischling aus der Challenger Series weiterhin bestehen bleibt, ist abzuwarten.

Pridestalker

Pridestalker in der ersten Woche

Willkommen zurück in der Hood, Thresh-Prince!

Der polnische Spieler Oskar „Vander“ Bodgan, auch bekannt als Thresh-Prinz, ist zurück in Berlin. Diesen Spitznamen hat er sich in seiner Zeit in der LCS verdient, als er sich mit Kiedyś Miałem Team für die LCS qualifizierte und sich später mit Roccat und H2K durch Saison um Saison kämpfte, um schließlich mit dem Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft 2016 den Höhepunkt seiner Karriere zu erreichen. Mit Schalke führte er 2017 seinen Kampf fort und war während der regulären Saison der EU Challenger Series - nicht nur sprichwörtlich - unbesiegbar. Nun hat der Veteran seinen Weg in sein vertrautes Heim zurückgefunden, unter dem Banner von Vitality. Mit dem Austausch von Seung-Chan „Hachani“ Ha zu Vander ist das spielerisch nicht ein substantielles Upgrade, jedoch ist die Sprachbarriere kein Thema mehr. So hat Vitality das Potenzial nach oben zwar erhöht, dennoch ist die Rede lediglich von einem Potenzial. Hoffnung auf einen Abschluss in der oberen Tabellenhälfte ist angebracht, was definitiv ein Erfolg für die Organisation wäre, doch für mehr reicht es noch nicht. Vander stellt sich möglicherweise als ein leuchtender Stern heraus, doch behalten wir im Hinterkopf, dass selbst Lucas „Cabochard“ Simon-Meslet unter dem Dach Vitalitys nur ein Schatten seiner vorherigen Form bei Gambit Gaming ist. Mit der Zeit wird es sich zeigen, was Vander an Bord des französischen Teams alles anstellen kann. Haltet die Ohren spitz und die Augen offen. Vander ist wieder in Berlin!