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Shook during LCS EU Summer split 2017 week 1
lcs

Zu alter Größe zurückfinden: Shook vs Amazing

Es gab Zeiten, in denen beide Spieler als die Besten in ihrer Position benannt wurden. Diese Zeiten sind jedoch lange vorbei. Jetzt wollen Maurice „Amazingx“ Stückenschneider und Ilyas "Shook" Hartsema sich selbst noch einmal beweisen und dies ist für ihre Teams auch bitter nötig.

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Stark unterschiedliche und schwankende Leistungen

Nicht nur die Position haben Shook und Amazingx gemeinsam, auch die Organisation, die sie in die LCS holte ist die Selbe. Beide Spieler begannen ihre Karriere in der LCS im dänischen Team der Copenhagen Wolves. Shook war vor dieser Zeit für ein Jahr gesperrt gewesen. Seine Zusammenarbeit mit dem Team war jedoch nicht von langer Dauer. Schon nach einem Split verließ er das Team wieder. Während seiner Zeit dort war er bereits für seinen aggressiven Stil aufgefallen. Schließlich schloss er sich Alliance an, das Team, dass um Starmidlaner Henrik "Froggen" Hansen herum 2014 als Superteam konzipiert wurde.

Der erste Split mit Alliance verlief zwar nicht schlecht, aber nicht den Erwartungen entsprechend. Insgesamt erreichte das Team den vierten Platz. Im Sommer 2014 allerdings war es vor allem Alliance, die über alle anderen Teams überragte. Dies war auch zu großen Teilen Shooks Verdienst. Das herrschende Meta mit Lee Sin im Mittelpunkt schien wie für ihn gemacht zu sein. Man sagte, dass kein Jungler ihm das Wasser reichen kann. Shook ging zur Weltmeisterschaft, die Leistung dort hielt sich aber in Grenzen. 2015 versprach also ein noch besseres Jahr für Alliance, jetzt Elements genannt, zu werden. Ihr Superteam schien durch Martin „Rekkles“ Larsson endlich perfekt zu sein. Doch offensichtliche, interne Probleme machten es dem Team unmöglich gute Leistungen zu erzielen. Am Ende entkamen sie den Relegationsspielen nur knapp. Shook musste das Team aufgrund stark unterschiedlicher Leistungen verlassen. Für kurze Zeit ging er zurück zu Copenhagen Wolves, um diese vor der automatischen Relegation zu bewahren, allerdings ohne Erfolg.

vitality

Zu Beginn der Saison 2016 bekam er die Möglichkeit einem neuen Superteam beizutreten: Vitality.  Er war erneut Teil eines Teams, dass fast nur aus angesehenen Spielern bestand und die Erwartungen waren wieder einmal hoch. Anders als bei Alliance aber,  konnte Shook nicht an frühere Erfolge anknüpfen. Während sein Team einiges an Siegen einstreichen konnte, war dies oft nicht sein Verdienst. Er verärgerte die Fans des Teams vor allem durch sehr unterschiedliche Leistungen. Man wisse nie, sagten sie, welchen Shook man im nächsten Spiel vor sich haben würde, Alliance Shook oder Elements Shook.  Auch wenn Vitality keine schlechte Saison spielte wurde er für eine kurze Zeit aus der Aufstellung genommen. Später in der Saison kam er noch einmal ins Team zurück, allerdings waren seine Leistungen weiterhin durchwachsen.

In seinem jetzigen neuen Team Ninjas in Pyjamas möchte er sich jetzt also noch einmal beweisen und endlich alte Stärken wieder aufleben lassen. Tatsächlich zeigen sich oft Anzeichen seiner alten Brillianz, vor allem wenn er sich Lee Sin sichern kann. Oft bestimmt er den Verlauf des Spiels in den ersten Minuten und ermöglicht seinem Team einen Vorteil. Man merkt, dass er versucht der große Carry für das Team zu sein, aber es gelingt ihm nicht immer. Trotz frühen Vorteilen konnte das Team noch keine Serie für sich entscheiden. Zu häufig sind die Fehler später im Spiel.

Amazings Karriere ist ein einziges Auf und Ab

Amazingx hat es Shook zu verdanken, dass er eine Chance bekam in der LCS zu spielen und damit seine Karriere so richtig durchstarten zu können. Weil Shook sich entschied Alliance beizutreten konnte Amazingx einen Platz bei Copenhagen Wolves erlangen und damit nach vielen Versuchen endlich in der Liga spielen. Obwohl sein erster Split mit den Wölfen in der Relegation endete hatte er schon einen Namen für sich gemacht, wie auch Shook auf Grund seiner Fähigkeiten mit Lee Sin. Dies war auch auf der anderen Seite des Meeres nicht unbeachtet geblieben, was dazu führte, dass er nach nur einem Split in Europa von Team SoloMid nach Nordamerika geholt wurde. Dort spielte er sich mit beliebten Spielern wie Søren "Bjergsen" Bjerg in die Meisterschaft ein. Nach nur einem Jahr nahm er also an der Weltmeisterschaft teil, kein schlechter Start in eine Karriere.

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Trotz seinen Erfolgen sah er sich immer wieder großer Kritik von Fans ausgesetzt, die nicht nur Niederlagen im zuschrieben, sondern auch mit seinem großen Selbstbewusstsein nichts anfangen konnten. Er entschied sich zurück nach Europa zu gehen. Heimweh mag vielleicht auch der Grund gewesen sein, warum er sich dem neuen Team Origen anschloss, eine Organisation, die gerade in ihren Kinderschuhen stand. Wahrscheinlicher ist aber, dass er seine Kritiker zum Stillschweigen bringen wollte. Origens Aufstieg von Challenger zur LCS ist inzwischen gut bekannt. Quasi ungeschlagen zogen sie in die EU LCS ein und auch dort rissen ihre sehr guten Leistungen nicht ab. Amazingx war zu dieser Zeit auf der Höhe seiner Fähigkeiten und er wurde endlich von Fans respektiert und bewundert. Ein weiterer Titel blieb ihm jedoch verwehrt und er musste sich mit einem zweiten Platz und dem Einzug in eine weitere Weltmeisterschaft zufrieden geben. Origen kämpfte sich bis zum Halbfinale durch und schied dann gegen die späteren Gewinner aus. Keine schlechte Bilanz.  Die nächste Saison schien also gut für Origen auszusehen. Mit neuem Midlaner wurden sie, fast wie Elements ein Jahr zuvor, als neues unschlagbares Team angesehen. Und obwohl sie den zweiten Platz erreichten waren die Leistungen während der Saison schon massiv abgefallen. Hinter der heilen Fassade von Origen bröckelte etwas. Nach Spielerwechseln zum Sommer hin ging die Talfahrt von Origen weiter und der einstige Halbfinalist endete die Saison im Relegationstunier. 

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Ein Neuanfang musste also her und Fnatic sollte ihm in diesem Jahr dazu verhelfen. Leider liefen die ersten Wochen nicht wie die Organisation das geplant hatte und die Rufe der Fans wurden erneut laut, die ihn gerne ersetzt sehen wollten. Fnatic hörte nicht weg und Amazingx musst zum Academy Team in der Challenger Series wechseln. Mit Fnatic Academy jedoch kämpfte er sich zurück in die LCS durch ein erneutes Relegationstunier. Es war sein 4. Mal. Obwohl sie sich regulär qualifiziert hatten übernahm die neue Organisation Ninjas in Pyjamas ihn nicht als Jungler und wählte Shook. Er fand erst mit den Myserious Monkeys seinen Weg zurück in die LCS und gab sein Debut in der letzten Woche.

Bin glücklich, dass ich wieder in der LCS spielen kann. Denke, dass ich sehr gut sein werde

Amazingx auf Twitter

Die Namen beider Jungler wurden einst mit Bewunderung benutzt, während sie heutzutage oft nur im Spott genannt werden. Beide sind in der Aufstellung von Teams, die zwar Potential zeigen, aber keine Siege verbuchen können. Ein Sieg gegen den jeweils anderen ist also unverzichtbar. Auch um sich erneut vor den Zuschauern zu beweisen. Ihr könnt das Spiel live sehen am Donnerstag den 29. Juli um 17 Uhr auf lolesports.com!